Spätherbst.

Jetzt sitzen wir hier in diesem Café, das einem Antiquitätenhändler gleicht. Die verwunschenen Jungs könnten hinter jedem alten Sessel erscheinen. Unsere Augen sind in ständiger Bewegung, die Blicke fliegen. Entdecken. Nur treffen sie sich eben nicht.

Schüchterne Wortfetzen werden vorsichtig zusammengesetzt. So viel wie möglich sagen, ohne nichts wirklich zu sagen und irgendwie doch alles zu meinen, sich erklären. 

Wir sind so hilflos. Genau hier, genau jetzt. Ein bisschen verloren in allem was so furchtbar vertraut zu sein scheint. Der Fluss hinter uns schlängelte sich hier schon vor Jahren so geräuschlos entlang, wie eine Ringelnatter. Zwischen uns der Spätherbst.

Mein Blick wandert zu dem Fenster – der Regen setzt ein und die Landschaft verschwimmt. In bin verliebt in diesen Moment. Einem Gemälde gleicht diese Stadt – die alte Kirche, die Brücken, die verbinden. Das Gras immergrün. Der Nebel legt sich hinab und in mir kommt alles zur Ruhe. In dieser vom Regen durchnässten Kälte liegt so viel Magie.

Unsere Augen treffen sich und du lächelst – endlich.

Schüchterne Wortfetzen werden vorsichtig zusammengesetzt. So viel wie möglich sagen, ohne nichts wirklich zu sagen und irgendwie doch alles zu meinen, sich erklären.

Zwischen uns der Spätherbst. 

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