L’aventure – mein Sommer in Frankreich

Hallo ihr Lieben!

Der Herbst ist jetzt endgültig da. Seit Tagen „überraschen“ mich in der Heimat Regenschauer und auch der Duft der Luft hat sich verändert. Insbesondere in diesen trüben Herbsttagen sehne ich mich ein kleines bisschen nach der Sonne, der Wärme und den schönen Sommernächten… 

Dieser Sommer war sehr besonders für mich. Er war voller Abenteuer. Ich nehme euch mit auf meine Reise, erzähle von all den Orten und möchte die besonderen Momente mit euch teilen. Vor einiger Zeit packte mich die Wanderlust. Das Gefühl wurde immer stärker, also blieb mir nichts anderes übrig, als meine Koffer zu packen und einen wunderbaren Roadtrip anzutreten. Keine Pläne, keine feste Reiseroute – Freiheit. Fünf Wochen lang habe ich das schöne Frankreich bereist und so einiges im Gepäck mit mir nach Hause gebracht …

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Das erste Ziel meiner Reise war Versailles und endlich hatte ich die Möglichkeit das Schloss zu besichtigen. Ich war überwältigt von der Galerie des Glaces. Ich bin durch den zauberhaften Garten spaziert, den Lieblingsort von Marie Antoinette. Und am Abend erleuchtete ein schönes Feuerwerk den Himmel.

Das nächste Highlight meines kleinen Abenteuers war das Finale der Tour de France. Im strömenden Regen habe ich den Fahrern bei ihren letzten Sprints zugesehen und mich dabei von der einmaligen Atmosphäre mitreißen lassen. Um dem Regen zu entkommen bin ich in ein kleines Flam’s Restaurant geflohen und habe dort köstliche Flammkuchen gegessen.

Dieppe durfte als Reiseziel nicht fehlen. Bereits im April, während meiner letzten Frankreichreise, bin ich der steilen Küste verfallen. Die Schönheit der Normandie hat mich fasziniert und Lust auf mehr gemacht. Während der gesamten Reise war ich völlig frei von Erwartungen und habe jeden einzelnen Moment gelebt, ihn so genommen, wie er war.

Von Dieppe ging der Trip weiter zum Omaha Beach. Ein wunderschöner Strand breitete sich vor mir aus. Lachende Kinder, die unbeschwert in den Wellen tobten und Menschen, die die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen. Und all das ausgerechnet an diesem so tragischen Ort unserer Geschichte. Ich war erfüllt mit Dankbarkeit, glücklich und traurig zugleich. Unzählige Menschen ließen hier ihr Leben für unseren Frieden und unsere Freiheit. Es wurde mir ein weiteres Mal bewusst, wie wertvoll dieser Frieden ist… 

Im Laufe meiner Reise besuchte ich viele kleine, charmante Orte. Schlenderte durch gemütliche Sträßchen, drückte mir die Nase an den bunten Schaufenstern platt. Und natürlich konnte ich der französischen Patisserie nicht immer widerstehen. Unzählige Inspirationen sind mit mir in die Heimat gereist und freuen sich schon auf ihre Umsetzung.  

Ich erinnere mich auch an den Moment als ich den Mont St. Michel, als das nächste Ziel meiner Reise, in der Ferne erblickte. Das Autoradio spielte das Lied, das mich noch den ganzen Sommer begleiten sollte und ich drehte es etwas lauter. Endlich angekommen tauchte ich ab in der Flut der Touristen. Immer auf der Suche nach der schmalsten Gasse, um dem Getümmel zu entkommen. In jedem Winkel gab es etwas zu entdecken und die Aussicht auf das Wattenmeer der Normandie war einfach herrlich.

Auf der Durchreise machte ich einen kurzen Halt in Rennes. Dort gab es die besten Crêpes und dazu natürlich Cidre.  In dem Parc du Thabor hätte ich noch viele weitere Stunden verbringen können, doch es ging weiter auf die Halbinsel Quiberon. Diese bestacht vor allem durch ihre Vielfalt. Es war schön sich in dem ruhigen Wasser der Bucht zu erfrischen und andererseits dem Brechen der meterhohen Wellen an der côte sauvage zuzusehen. Ehrfürchtig die Kraft des Ozeans zu bestaunen.

Nach einigen Tagen Strand-Urlaub pur in St. Jean de Monts, führte mich die Reise nach Bordeaux. Seit Langem konnte mich keine Stadt so sehr in ihren Bann ziehen. Bei 37° kletterte ich Türme hinauf, um die Aussicht zu genießen. Endlich war ich im Süden angekommen. Dem Charme der kleinen Gassen, dem regen Treiben auf den Plätzen, in den Restaurants und Bars während der Nacht und all den Lichtern, kann niemand widerstehen…

Ich reiste weiter in den Süden nach Biscarrosse. Hier habe ich die längste Zeit verbracht und mich über jeden einzelnen Tag, den ich dort verbringen konnte, so sehr gefreut. Der 27 km lange Sandstrand gab ausreichend Freiraum. Ein Paradies. Und der Atlantik zeigte sich auch hier von seiner schönsten Seite. Klares, blaues Wasser. Der Ozean war am Morgen sehr ruhig, sodass es möglich war bis zu einigen Sandbänken hinaus zu schwimmen. Am Abend wurden die Wellen höher und höher. Bei einem Glas Wein am Strand sah ich unzähligen Surfern bei ihren Kunststücken zu. Ich erklomm die Dune du Pyla. Völlig außer Atem wurde ich jedoch mit dem Ausblick auf die einzigartige Landschaft belohnt. Hinter mir erstreckte sich der Wald und vor mir der Ozean, die Düne und kleine Sandbänke. Dieser Ort ist einfach magisch…

Den Park „Puy du Fou“ wollte ich auf meiner Rückreise keinesfalls verpassen. Attraktionen, Feuer, fesselnde Shows, hunderte von Vögeln kreisten über meinem Kopf – bis spät in den Abend schlenderte ich durch das riesige Anwesen, bestaunte die aufwändigen Aufführungen, tauchte hinein in eine magische Welt. Dieser Park ist wirklich einen Besuch Wert!

Mein kleines Abenteuer endete in der Bretagne, um genau zu sein in Perros Guirec. Die Bretagne ist schön und wild. Viele besondere Orte gibt es zu entdecken und die Landschaft ist einmalig. Der Segeltörns war ein weiterer Höhepunkt meines Roadtrips. Wie sehr ich mich gefreut habe, als plötzlich Delfine in der Nähe des Bootes gesichtet wurden. Und ich habe es geliebt jeden Morgen mit dem Blick auf das Meer aufzuwachen. Zu gerne bin ich auch in das kristallklare Wasser gesprungen, doch die Schönheit ist trügerisch, denn dieses ist furchtbar kalt… 

Da meine Reise sich langsam dem Ende neigte, würde ich nun gerne die Bilder sprechen lassen …

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Und was ich mitgebracht habe? Ausgeglichenheit, Gelassenheit und Freude an den kleinen Dingen. Natürlich noch mehr Abenteuerlust und auch einige Leckereien, die Frankreich zu bieten hat. Das savoir vivre ist wohl wirklich ansteckend. Es war schön nicht zu wissen, an welchem Ort ich die nächste Nacht verbringen, und was Frankreich und der Sommer mir noch bieten würden. Und es war einfach so – so viel. Und sicherlich war dies nicht mein letztes kleines Abenteuer.

Bis bald!

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